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Das Ringen um Frieden und Sicherheit
politik.wirtschaft.gesellschaft
Horizontale Reiter Inhalt „Das Ringen um Krieg und Frieden“ aus dem Klett-Auer-Verlag hatte eine interessante Idee. Eine oft am Rand behandelte Fragestellung des Unterrichts in den Sozialwissenschaften in der Oberstufe – Krieg und internationale Politik – wird mit oft im Mittelpunkt stehenden Fragestellungen verbunden – dem politischen System Deutschlands. Die Realisierung steht dadurch leider vor dem Dilemma, entweder eher Halbjahres- als Reihenplanung oder eher politischer „Parforceritt“ zu sein. Es geht also nicht nur um Prinzipien (Völkerrecht, Staatenrecht, Menschenrecht) und Organisationen (UNO, NATO...) internationaler Politik, sondern auch um alle Organe des politischen Systems (von Bundestag über Bundesrat, Bundesregierung und Bundespräsident bis zu Bundesverfassungsgericht). Hinzu kommt, dass mit der Tiefe auch die Breite der Inhalte und Methoden recht kurz kommt. Inhaltlich gibt es wenig Kontroversen zu und wenig Kritik an Krieg und Militär. Methodisch wird viel Text geboten, wenig Vielfalt und auch wenig SchülerInnenbezug. Medial entspricht dem ein Mangel an Bildern und an Unterscheidungen zwischen LehrerInnen- und SchülerInnen-Informationen.
Autor/Herausgeber: Ingo Langahns Stefan Prochnow/Ernst Klett Verlag
Einordnung Schlagwort: Frieden/Friedenspolitik Internationale Politik Konflikte/ Kriege Sicherheitspolitik Unterrichtsfach: Politik Sozialkunde Wirtschaft Verwendbarkeit: Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden)
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Nur beim Thema „Konflikt und Krieg allgemein“ und beim Thema „Terrorismus“ auch andere als nur politische Perspektive
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
Bezug zu allen Bereichen der Politologie, d.h. zu politischer Theorie, politischen Systemen und internationaler Politik
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
Bezug nur zu Gewaltminderung statt zu Gewaltlosigkeit
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
Nur pragmatische, keine prinzipielle Militärkritik, zivile Konfliktbearbeitung nur im Sinne staatlicher, nicht im Sinne gesellschaftlicher Möglichkeiten
Mögliche Interessen der Material-Verfasser werden deutlich gemacht (Transparenz).
Keine Angaben zu Verfassern außer Namen
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
Nur begrenzte Ansätze zu alternativer Konfliktbearbeitung
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
nur teilweise
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
*Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
nur teilweise
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
nur teilweise
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
nur teilweise
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
nein
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
implizit ja
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
Sachkompetenz ja, Methoden- und Urteilskompetenz teilweise, Handlungs- und soziale/personale Kompetenz nein
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
nein
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
nur teilweise
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
nur teilweise
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
nein
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
nein
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
ja
gering
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
teilweise
Layout ist klar und übersichtlich
ja