Flüchtlingskrise als große Lern- und Entwicklungsmöglichkeit

Die kommenden Herausforderungen von Flucht und Migration könnten nur bewältigt werden, wenn man sich der bestehenden Risiken und der zur Verfügung stehenden Ressourcen bewusst werde, so die einhellige Meinung der Teilnehmer der friedenspädagogischen Konferenz „Frieden lernen! Perspektiven einer Friedensbildung im 21. Jahrhundert“, die jetzt am Campus Koblenz stattfand. Drei Tage hatten Experten aus Wissenschaft und Praxis mit Blick auf die aktuellen Flüchtlingsströme über das Potenzial einer zeitgemäßen Friedensbildung diskutiert. Der Friedenspädagogik kommt bei der Integration von Flüchtlingen eine zentrale Rolle zu. Derzeit bereiten friedenspädagogische Experten daher als Ergebnis der Tagung eine Erklärung vor, die in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll.

„Friedenspädagogische Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte und die vielfältigen Trainings- und Ausbildungsprogramme im Bereich der Friedensbildung sind eine wichtige Ressource für den konstruktiven Umgang mit der Flüchtlingskrise“, bekräftigt Dr. Sascha Werthes, Geschäftsführer der Friedensakademie Rheinland-Pfalz – Akademie für Krisenprävention und Zivile Konfliktbearbeitung. Gemeinsam mit dem Projekt „Friedensbildung-Schule.de“ hatte die Friedensakademie Rheinland-Pfalz die Koblenzer Tagung ausgerichtet.