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Ein Rundgang durch die Ausstellung „Wir scheuen keine Konflikte“
Ideen für die politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen ab 14 Jahre
Horizontale Reiter Inhalt Diese Broschüre ist eine „Gebrauchsanweisung“ für das pädagogische Arbeiten in und mit der Ausstellung „Wir scheuen keine Konflikte“. Das 3-stündige Programm wendet sich an Jugendliche (wie beispielsweise Schulklassen) ab 14 Jahren. Die Autorinnen von der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik in München haben es mit vielen Schulklassen (Berufsvorbereitungsjahr, Berufsschulen, Realschulen, Gymnasien) und Studierenden als Moderatoren/-innen erprobt. Es eignet sich für Projekttage oder andere aus dem Schulalltag herausgehobene Anlässe.
Autor/Herausgeber: Konsortium Ziviler Friedensdienst
Einordnung Themen: Frieden Zivile Konfliktbearbeitung Schlagwort: Entwicklungspolitik/-zusammenarbeit Frieden/Friedenspolitik Gewalt/Gewaltfreiheit Konfliktbewältigung/ zivile Konfliktbearbeitung Unterrichtsfach: Ethik Gemeinschaftskunde Gesellschaftslehre Politik Sozialkunde Sozialwissenschaften Klassenstufe: 8. Klasse 9. Klasse 10. Klasse 11. Klasse
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Knappe Projektdarstellungen werfen eher schlaglichtartig einen Blick auf individuelle Projektarbeit und den gesellschaftlichen oder politischen Rahmen
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
Ja
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
ja
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
Möglichkeiten und Beispiele ziviler Konfliktlösung stehen im Zentrum
Mögliche Interessen der Material-Verfasser werden deutlich gemacht (Transparenz).
ja
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
Aktuelle Projekte werden vorgestellt
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
ja
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
Broschüre und Ausstellung sind grundsätzlich weniger auf Kontroversen als auf Vorstellung der zivilen Friedensarbeit angelegt; Schwerpunkt liegt auf dem Kennenlernen von Menschen, Projekten und Methoden der Friedensdienst-Arbeit
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
Ja, konkrete Projekte werden besprochen
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
Ja
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
Nicht explizit; Ziel ist Kennenlernen der zivilen Friedensarbeit anhand konkreter Projekte
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
Kein Lehrplanthema, gedacht für ein Projekt außerhalb des üblichen Unterrichts
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
Kennenlernen verschiedener Projekte und Konfliktlösungsansätze
Ja (Bildanalyse, Mindmap, Präsentationen)
Ja
ja
ja
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
Ideen und Organisation des Ausstellungsbesuchs werden vorgestellt
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
Arbeit findet ausschließlich in Arbeitsgruppen statt
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
Bild-/Plakatanalysen und Textarbeit
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
ja
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
Eigene Lernwege werden ermöglicht
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
Gesonderte Materialien und Anleitungen für die Lehrkräfte und Moderatoren/-innen
Programmdauer ca. 3 Stunden, Schulung der Moderatoren/-innen ein Tag
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
ja
Layout ist klar und übersichtlich
ja