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Global lernen. Humanitäre Interventionen
Horizontale Reiter Inhalt Was tun, wenn in einem „fernen Land“ die Menschenrechte systematisch verletzt werden, wenn Gewalt und Krieg herrschen, wenn die Regierung ihre Bevölkerung nicht vor Übergriffen und Hungerkatastrophen schützen kann oder will, wenn Menschen massenhaft zur Flucht gezwungen werden? Wo liegen in diesen Fällen Chancen, Grenzen, evtl. sogar Gefahren militärischer „humanitärer Interventionen“? Die Zeitschrift „Global lernen“ erscheint dreimal jährlich und richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen I und II. Jede Ausgabe behandelt ein entwicklungsbezogenes Thema und bietet verschiedene Einsatzmöglichkeiten, didaktische Hinweise und Anregungen.
Autor/Herausgeber: Brot für die Welt Arbeitskreis Pädagogik Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.
Einordnung Themen: Kritik am Krieg Frieden Zivile Konfliktbearbeitung Schlagwort: Bundeswehr/Militär Entwicklungspolitik/-zusammenarbeit Frieden/Friedenspolitik Internationale Politik Konfliktbewältigung/ zivile Konfliktbearbeitung Konflikte/ Kriege Menschenrechte Sicherheitspolitik Völkerrecht Unterrichtsfach: Gemeinschaftskunde Gesellschaftslehre Politik Sozialwissenschaften Verwendbarkeit: Unterrichts(doppel)stunde Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden)
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Fokus auf der politischen Ebene
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
Aufbau wenig stringent; auf zwei Arbeitsblättern werden Texte mit Arbeitsfragen versehen, die restlichen Infoseiten versammeln Quellentexte ohne Arbeitsaufträge.
Ein Arbeitsblatt zum Afghanistan-Einsatz, obwohl der nicht unter „Humanitäre Interventionen“ fällt.
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
ja
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
ja
Material ist nicht (stark) interessengeleitet bzw. Interessen werden deutlich gemacht.
Perspektive entwicklungspolitischer Organisationen ist sehr deutlich
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
Keine Anbindung an Vorwissen der Schüler; insgesamt wenig schülergerechte Aufarbeitung des Materials (wenige und sehr recherchelastige Arbeitsaufträge)
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
ja
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
Überwiegend allgemeine und theoretische Darstellung
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
Nein
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
nein
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
Auslandseinsätze der Bundeswehr; Humanitäre Interventionen; Schutzverantwortung
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
Ja
nein
kaum (wenige Arbeitsaufträge zu den Texten)
nein
nein
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
Ansatzweise in der Einführung
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
nein
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
nein
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
Nein (ausschließlich kognitives Lernen)
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
nein
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
Ja
Je nach Vorkenntnis ca. 10 min. pro Arbeitsblatt, für das gesamte Heft ca. 30 min.
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
ja
Layout ist klar und übersichtlich
ja