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Globales Lernen: Haben wir eine globale Schutzverantwortung?
Weltweite Gewalt und Neue Kriege. Unterrichtsprojekt für die Oberstufe
Horizontale Reiter Inhalt In der Reihe „Globales Lernen – Hamburger Unterrichtsmodelle zum KMK-Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“ liegt hiermit das dritte Heft vor, das sich mit vielfältigen Materialien, Hintergrundinformationen und didaktischen Hinweisen mit der weltweiten Gewalt und Neuen Kriegen beschäftigt. Ergänzt wird das Heft durch eine DVD mit einem Dokumentarfilm und Materialien zur Verwendung im Unterricht. Die Projekte sind als Bausteine für ein Schulcurriculum konzipiert.
Autor/Herausgeber: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg
Einordnung Themen: Zivile Konfliktbearbeitung Schlagwort: Frieden/Friedenspolitik Gewalt/Gewaltfreiheit Gewissen Globalisierung Internationale Politik Konfliktbewältigung/ zivile Konfliktbearbeitung Konflikte/ Kriege Menschenrechte Sicherheitspolitik Völkerrecht Unterrichtsfach: Ethik Gemeinschaftskunde Gesellschaftslehre Politik Sozialwissenschaften Verwendbarkeit: Unterrichts(doppel)stunde Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden) Projekttag
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Ja; politische, ökonomische, völkerrechtliche und (knapp) individuelle Ebene werden vernetzt.
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
ja
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
ja
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
Ja
Material ist nicht (stark) interessengeleitet bzw. Interessen werden deutlich gemacht.
ja
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
Sehr ausgeprägt mit Selbsteinschätzungsbögen, Einbinden persönlicher Interessen und Kenntnisse
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
Ja
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
Ja, beispielhaft werden einzelne Konflikte näher untersucht
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
Ja, viele handlungsorientierte Aufgaben
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
Die Lernziele des Materials werden genannt
U.a.:
- Aktuelle Konflikte recherchieren und wesentliche Konfliktursachen beschreiben
- Kriegsgeschehen auch mithilfe des Leitbilds nachhaltiger Entwicklung analysieren
- R2P kritisch als Maßstab für die deutsche Außenpolitik anwenden
- Deutsche Mitverantwortung für Konflikte reflektieren und Maßnahmen zur Gewaltreduktion benennen
- Beispiele für einen persönlichen Beitrag zum Frieden nennen und ihre Position begründen
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
Lehrplanbezüge: R2P, Neue Kriege, Failing States, Ressourcenkonflikte
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
Ja
ja
ja
ja
ja
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
Ja, übergreifend und nochmals ausführlich für jede der Projektphasen
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
ja
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
Filme (auf beiliegender DVD und auf youtube)
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
Ja
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
Eigene Lernwege werden ermöglicht, es gibt Vertiefungsoptionen u.a. zu den Themen Cyberwar und Drogenökonomien
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
Ja, Lehrerbegleitmaterialien mit inhaltlicher Einführung und 18 Arbeitsblätter für Schüler
Detaillierte Stundenskizzen, je nach Vorwissen und Auswahl der angebotenen Materialien trotzdem etwas Einarbeitung nötig
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
ja
Layout ist klar und übersichtlich
ja