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Vertrauen fällt nicht vom Himmel
Ziviler Friedensdienst in Palästina und Israel
Horizontale Reiter Inhalt Der 30-minütige Film zeigt, wie Israelis und Palästinenser vor Ort vom Nahostkonflikt geprägt sind. Er zeigt jedoch auch, dass die jungen Menschen sich nicht von ihrer bedrückenden Alltagssituation lähmen lassen, sondern sich für einen Dialog mit „den Anderen“ einsetzen und ihre Situation verändern möchten. Zudem gibt der Film Einblick in die Arbeit des Zivilen Friedensdienstes. Das ergänzende Werkheft enthält Materialien und Methodenvorschläge.
Autor/Herausgeber: Forum Ziviler Friedensdienst (Hrsg.)
Einordnung Themen: Frieden Zivile Konfliktbearbeitung Schlagwort: Frieden/Friedenspolitik Gewalt/Gewaltfreiheit Gewissen Konfliktbewältigung/ zivile Konfliktbearbeitung Klassenstufe: 7. Klasse 8. Klasse 9. Klasse 10. Klasse 11. Klasse Verwendbarkeit: Unterrichts(doppel)stunde Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden)
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Das Material behandelt die Mauer zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten. Der Konflikt wird aus individueller Sicht geschildert, Material vermittelt eher persönliche Eindrücke von Israelis und Palästinensern, weniger den übergeordneten politischen Konfliktrahmen, daher nicht geeignet für eine umfassendere Konfliktanalyse
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
Material behandelt mit der Mauer und den Perspektiven Betroffener auf ihren Alltag damit nur einen kleinen Ausschnitt aus der Problematik, auf eher assoziative Weise. Arbeitsblätter 8-10 behandeln zusätzliche Aspekte des Konflikts (u.a. Verhältnis Deutsche-Israelis/Palästinenser), die eher für die Sek II geeignet sind und umfassendere Kenntnis des Konflikts voraussetzen.
Aufgabenstellungen finden sich sowohl auf den Infoseiten als auch auf den Arbeitsblättern, diesbez. keine klare Struktur erkennbar.
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
ja
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
Beispiele und Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung werden vorgestellt, dazu unterschiedliche Wahrnehmungen der Mauer seitens Israelis und Palästinensern
Mögliche Interessen der Material-Verfasser werden deutlich gemacht (Transparenz).
ja
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
ja
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
Keine Zuspitzung der unterschiedlichen Positionen, keine übergeordnete Leitfrage; Schwerpunkt liegt auf gegenseitigem Zuhören und Verstehen und der Arbeit der Friedensdienste im Konflikt
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
ja (Mauer)
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
ja
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
Unterschiedliche Lebenswirklichkeiten und die Bedeutung der Friedensarbeit in Israel/Palästina kennenlernen
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
Thema ist mit diesem Schwerpunkt/dieser Darstellung nicht Bestandteil der Lehrpläne
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
Es wird wenig Hintergrundwissen zum Konflikt vermittelt
teilweise
Texte und Aufgaben sind wenig auf Analysewissen ausgerichtet
ja
ja
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
nein
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
Fast ausschließlich Gruppenarbeit
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
ja (Film und Werkheft)
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
Deutlicher Schwerpunkt auf emotionalem Lernen
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
Arbeitsblätter 8-10 bieten Weiterführungen an zum deutsch-isralischen/palästinensischen Verhältnis und zu Projekten des Zivilen Friedensdienstes
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
Ja, aber unscharfe Trennung zwischen Infoseiten und Arbeitsblättern
Ca. eine Stunde (Filmlänge 30 min. plus etwas Vorbereitungszeit für die Arbeitsblätter)
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
ja
Layout ist klar und übersichtlich
nein