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Sicherheit für einen gescheiterten Staat oder Feigenblatt der Weltgemeinschaft?
Horizontale Reiter Inhalt Beim Themenkomplex „Befriedung bzw. Stabilisierung Somalias mithilfe der Weltgemeinschaft“ finden sich wie unter einem Brennglas exemplarisch wesentliche Probleme internationaler Sicherheitspolitik. Die Schülerinnen und Schüler nähern sich in dieser Unterrichtssequenz zunächst der Situation in Somalia. In einem weiteren Schritt analysieren sie die Konfliktsituation in Somalia und fokussieren auf dieser Grundlage die Problematik eines Eingreifens der Vereinten Nationen.
Die Arbeitsblätter werden ergänzt um zwei Downloads (Zusatzarbeitsblatt und Entscheidungsspiel zur Zukunft der UN-Truppen in Somalia).
Inhaltsverzeichnis
Arbeitsblatt 1: Somalia – Problem eines gescheiterten Staates
Arbeitsblatt 2: Der Anspruch der UN-Friedensmission in Somalia
Arbeitsblatt 3: Der Einsatz der AMISOM und seine Grenzen
Einordnung Schlagwort: Frieden/Friedenspolitik Globalisierung Internationale Politik Konflikte/ Kriege Menschenrechte Sicherheitspolitik Völkerrecht Unterrichtsfach: Sozialwissenschaften Politik Gemeinschaftskunde Ethik Gesellschaftslehre Verwendbarkeit: Unterrichts(doppel)stunde Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden)
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Ebenen: Recht, internationale Politik, akteursspezifische Sicht, NGO-Perspektive
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
Ja, Arbeitsblätter bauen thematisch und konzeptionell aufeinander auf.
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
Nicht explizit (ein Zitat von Amnesty International zu den Folgen des Einsatzes)
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
UN-Einsatz wird in Anspruch und Wirklichkeit kritisch hinterfragt, insgesamt aber eher wertneutrale Betrachtung
Mögliche Interessen der Material-Verfasser werden deutlich gemacht (Transparenz).
ja
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
ja
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
Unterschiedliche Interessen der Akteure werden deutlich gemacht
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
Fallbeispiel Somalia
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
Ja
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
Konfliktanalyse durchführen
Problematik eines UN-Einsatzes kennenlernen und reflektieren
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
Lehrplanbezüge: UNO; Außen- und Sicherheitspolitik; Begriff und Funktionen von Staatlichkeit
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
Ja
ja
ja
ja
ja
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
Ja, zu Beginn gibt es eine inhaltliche Einführung zum Thema sowie Planungshinweise für die Stunden und Erläuterungen zu jedem Arbeitsblatt
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
ja
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
nein
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
Schwerpunkt auf kognitivem Lernen
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
Eigene Lernwege werden ermöglicht
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
Ja
Je nach Thema des Arbeitsblatts und Vorwissen der Lehrkraft ca. 10-15 min.
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
ja
Layout ist klar und übersichtlich
ja