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Schwerter zu Pflugscharen
Impulse für friedensethisches Lernen im Religionsunterricht
Horizontale Reiter Inhalt Schwerter zu Pflugscharen ist ein Friedenssymbol, das über die Friedensbewegung hinaus sprichwörtlich geworden ist. Insbesondere während der Zeit der deutschen Teilung war die Forderung in der christlichen Friedensbewegung bedeutsam, aber auch aktuelle Konflikte bestätigen die bleibende Notwendigkeit, Gewaltursachen zu erkennen und einen friedlichen Umgang mit Konflikten einzuüben. Das Heft umfasst vier Unterrichtseinheiten von Klasse 5/6 bis Klasse 11/12.
Autor/Herausgeber: David Käbisch/Johannes Träger
Einordnung Themen: Frieden Zivile Konfliktbearbeitung Schlagwort: Frieden/Friedenspolitik Gewalt/Gewaltfreiheit Gewissen Konfliktbewältigung/ zivile Konfliktbearbeitung Klassenstufe: 6. Klasse 7. Klasse 8. Klasse 9. Klasse 10. Klasse 11. Klasse 12. Klasse Verwendbarkeit: Unterrichts(doppel)stunde Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden)
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Ja, die Konfliktanalysen beziehen wo möglich intra- und interpersonale, innergesellschaftliche und internationale Ebene mit ein.
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
Ja, die Darstellung ist für den Schulkontext aber teilweise zu wissenschaftlich und textlastig (insb. für die unteren Klassenstufen)
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte (U. Jäger)
ja
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
Gewissenskonflikte werden u.a. am Konflikt um die Jugendweihe aufgezeigt, zivile Konfliktkultur u.a. am Beispiel der kirchlichen Friedensbewegung in der DDR
Mögliche Interessen der Material-Verfasser werden deutlich gemacht (Transparenz)..
ja
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
Eher in der Unterrichtseinheit für Klasse 5/6
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
ja
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
ja
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
Ja; viele Aufgaben mit Vorschlägen zu Rollenspielen, Plakatgestaltung etc.
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
-Zu historischen Konflikten positionieren
- Dilemmasituationen in einer Diktatur erkennen und mithilfe religiöser Argumente bearbeiten
- Wichtige Grundformen religiöser Sprache kennenlernen, unterscheiden und deuten (Symbole, Gebete …)
- Schlüsselszenen der Geschichte (friedliche Revolution) kennen
- Lebensfeindliche und lebensförderliche Formen von Religion unterscheiden
- Am Beispiel der christlichen Friedensbewegung religiöse Grundideen (Menschenwürde, Nächstenliebe …) in aktuellen gesellschaftlichen Konflikten erkennen
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
Lehrplanthemen Religion: Friedensethik, Konfirmation, Umgang mit Konflikten, religiöse Zeichen und Symbole, Rolle der Kirchen in der Friedlichen Revolution 1989, Verhältnis Kirche-Staat, konziliarer Prozess.
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
ja
ja
ja
ja
ja
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
ja
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
ja
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
Arbeitsaufträge beinhalten zwei Filmanalysen
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen) – U. Jäger
Schwerpunkt auf kognitivem Lernen
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
Eigene Lernwege werden ermöglicht, Vertiefungen werden nicht angeboten
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
ja
Für fachfremd Unterrichtende hoch, da inhaltlich z.T. voraussetzungsreich; für die Bearbeitung mancher Aufgaben ist „Input“ der Lehrkraft nötig.
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
ja
Layout ist klar und übersichtlich
ja