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Lernen, wie man Frieden macht
Pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung "Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher"
Horizontale Reiter Inhalt Das Institut für Friedenspädagogik hat zur Ausstellung „Peace Counts“ ein Begleitprogramm für Schulklassen in Form eines Lernzirkels entwickelt, das eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Themen der Ausstellung anbietet. Die Jugendlichen durchlaufen in Kleingruppen die verschiedenen Lernstationen und bearbeiten zu jeder Station verschiedene Arbeitsaufträge. Diese Lernarrangements bieten für die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten, sich mit den Fragestellungen und angebotenen Materialien selbständig zu beschäftigen, selbst zu erkunden und selbst Antworten finden.
Autor/Herausgeber: Institut für Friedenspädagogik (Hrsg.)
Einordnung Themen: Kritik am Krieg Frieden Zivile Konfliktbearbeitung Schlagwort: Entwicklungspolitik/-zusammenarbeit Frieden/Friedenspolitik Gewalt/Gewaltfreiheit Konfliktbewältigung/ zivile Konfliktbearbeitung Land und Region: Afrika Südamerika Asien Israel/Palästina Europa Unterrichtsfach: Englisch Ethik Gemeinschaftskunde Gesellschaftslehre Politik Sozialkunde Sozialwissenschaften Klassenstufe: 9. Klasse 10. Klasse 11. Klasse 12. Klasse Verwendbarkeit: Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden) Projekttag Außerschulisch
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Projekte stellen Möglichkeiten des „Friedenmachens“ in unterschiedlichen Kontexten vor
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
ja
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
ja
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
Ja, Konzentration auf Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung
Mögliche Interessen der Material-Verfasser werden deutlich gemacht (Transparenz)..
ja
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
ja
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
Im Mittelpunkt steht die Vorstellung von Best-Practice-Projekten der Friedensarbeit, weniger die kontroverse Darstellung
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
ja
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
ja
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
Der Lernzirkel möchte
für Gewalt sensibilisieren und ermöglichen, Gewalt zu erkennen, sie zu benennen und an konkreten Beispielen zeigen, wie sie gestoppt werden kann.
verdeutlichen, wann und wie Konflikte eskalieren können und an Beispielen zeigen, welche Möglichkeiten der Deeskalation und der partnerschaftlichen Konfliktregelung bestehen.
zeigen, welche Elemente für Friedensprozesse wichtig sind, was „Friedensmacher“ auszeichnet.
zeigen, wie über Krieg und Frieden in den Medien berichtet wird und was eine sensible Friedensberichterstattung ausmacht.
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
Lernziele sind eher „lehrplanfern“ formuliert; Kompetenzerwerb wird nicht ausdrücklich thematisiert.
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
ja
ja
ja
ja (sehr umfassendes Angebot an kreativen Arbeitsaufträgen)
ja
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
Einführend wird der Ablauf des Lernzirkels vorgestellt.
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
ja
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
Zusätzlich zu den Ausstellungstafeln/-postern gibt es eine CD-ROM und Podcasts (auf Deutsch und Englisch), auf denen die Projekte vorgestellt werden
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
ja
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
Eigene Lernwege sind möglich und erwünscht, Vertiefungen kann man im umfassenden Angebot an Zusatzmaterialien selbst wählen (ein breites Zusatzangebot an Materialien versammelt „Lernen mit Peace Counts“, Download unter https://berghof-foundation.org/work/the-berghof-approach/learning )
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
ja
Das Begleitprogramm zur Ausstellung wird von speziell ausgebildeten Studierenden betreut (Peeransatz).
Wenn der Lernzirkel mit der Posterausstellung im Unterricht durchgeführt werden soll, ist etwas Einarbeitung in Projektidee, Aufbau des Lernzirkels und Struktur der Materialien nötig (ca. 1 Stunde).
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
ja
Layout ist klar und übersichtlich
ja