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Klimawandel und Umweltkonflikte in Lateinameika
Horizontale Reiter Inhalt
Das Bildungslabor Lateinamerika – Klimawandel und Umweltkonflikte ist eine Lern- und Methodenwerkstatt für Multiplikator_innen und Jugendbildungsarbeiter_innen. Vor kurzem wurde ein Werkheft mit dem Titel „Was sind schon zwei Grad mehr?!“ inklusive Material-DVD veröffentlicht.
Aufgeteilt in sieben Bausteine gibt es auf insgesamt 52 Seiten detaillierte Beschreibungen einer Vielzahl partizipativer und interaktiver Übungen. Die Material-DVD enthält alle notwendigen Präsentationen,
Kopiervorlagen für Handouts und sonstige inhaltliche Materialien, die zur Durchführung der Übungen benötigt werden. So können Lehrer_innen und in der Bildungsarbeit Engagierte diese Übungen und Workshops leicht selbst durchführen und für ihre Zwecke weiterentwickeln.
Das Bildungslabor Lateinamerika bietet auch Referent_innen zum Thema an.
Autor/Herausgeber: Informationsbüro Nicaragua e.V. (Hg.)
Einordnung Themen: Zivile Konfliktbearbeitung Schlagwort: Entwicklungspolitik/-zusammenarbeit Globalisierung Menschenrechte Unterrichtsfach: Gemeinschaftskunde Geographie Gesellschaftslehre Politik Sozialkunde Sozialwissenschaften Klassenstufe: 9. Klasse 10. Klasse 11. Klasse 12. Klasse Verwendbarkeit: Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden) Projekttag
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
ja
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
ja
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
Bezug zu Menschenrechten explizit vorhanden, Bezug zu Gewaltfreiheit nicht explizit, Bezug zu Gewalt vor allem im Sinn von struktureller Gewalt (zwischen Nord und Süd)
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
Bezug zu moralischen Dilemmata und zu Möglichkeiten ziviler (im Sinn von bürgerschaftlicher) Konfliktbearbeitung explizit vorhanden, Bezug zur Kritik von Militär nicht explizit.
Mögliche Interessen der Material-Verfasser werden deutlich gemacht (Transparenz).
ja
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
nur teilweise
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
*Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
ja, besonders das Beispiel des Nationalparks Yasuní in Ecuador
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
ja, s.o.
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
ja
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
ja
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
ja
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
ja
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
ja
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
ja, doch häufig Rollenspiele
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
ja
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
ja
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
nur teilweise
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
ja, doch nur auf CD-ROM
durchschnittlich
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
ja, doch nur auf CD-ROM
Layout ist klar und übersichtlich
ja, doch ohne Farbe