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Gewaltfreiheit lernen in einer Umgebung der Gewalt
Unterrichtsreihe zm Thema Israel und Palästina
Horizontale Reiter Inhalt In diesem Unterrichtsheft soll anhand des israelisch-palästinensischen Konfliktes Verständnis für die Dynamik von Gewalt und Gegengewaltentwickelt werden. Die Jugendlichen lernen die verschiedenen Perspektiven von israelischen und palästinensischen Kindern kennen; auch werden Menschen vorgestellt, die sich für die Versöhnung der beiden Bevölkerungsgruppen einsetzen. Zudem werden Anregungen geboten, wie sich die Schülerinnen und Schüler auch in Deutschland für den Frieden in Nahost stark machen können. Die Thematik wird durch Arbeitsblätter, Hintergrundinformationen und Anleitungen zu Unterrichtseinheiten erschlossen.
Autor/Herausgeber: Forum Ziviler Friedensdienst (Hrsg.)
Einordnung Themen: Frieden Zivile Konfliktbearbeitung Schlagwort: Frieden/Friedenspolitik Gewalt/Gewaltfreiheit Konfliktbewältigung/ zivile Konfliktbearbeitung Unterrichtsfach: Ethik Gemeinschaftskunde Geschichte Gesellschaftslehre Politik Sozialkunde Klassenstufe: 5. Klasse 6. Klasse 7. Klasse 8. Klasse 9. Klasse 10. Klasse 11. Klasse Verwendbarkeit: Unterrichts(doppel)stunde Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden)
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Konflikt wird aus individueller Sicht israelischer und palästinensischer Jugendlicher sowie von Mitarbeitern von NGOs geschildert.
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
Die Ursachen des Konflikts werden kaum einbezogen, die Sachanalyse politischer und gesellschaftlicher Aspekte wird wenig bedacht. Altersangaben sind in zu große Spannen gefasst.
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
ja
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung werden am Beispiel der Arbeit von Friedensaktivisten vorgestellt.
Material ist nicht (stark) interessengeleitet bzw. Interessen werden deutlich gemacht.
ja
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
Eher in den ersten beiden Unterrichtseinheiten
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
ja
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
ja
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
ja
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
Ja, in der Einleitung und zu Beginn jeder Unterrichtseinheit. Übergeordnete Lernziele:
Konfliktfolgen für die Menschen auf beiden Seiten verdeutlichen
Verständnis entwickeln für die Dynamik von Gewalt und Gegengewalt
Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung kennenlernen
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
Lernziele und Kompetenzen entsprechen überwiegend nicht den Lehrplänen zum Thema
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
Der politische und gesellschaftliche Rahmen des Konflikts/Konfliktursachen werden kaum vermittelt.
Textanalyse, Internetrecherche, Präsentation
ja
ja
ja
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
nein
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
ja
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
Filmanalyse, CD-ROM mit Liedern
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
Schwerpunkt auf emotionalem Lernen
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
Eigene Lernwege werden teilweise ermöglicht, Vertiefungen werden nicht angeboten
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
ja
Je nach Thema der Unterrichtseinheit ca. 10-20 min
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
ja
Layout ist klar und übersichtlich
ja