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Ein Leitbild der Konfliktbearbeitung aus christlicher Verantwortung
Horizontale Reiter Inhalt Dieses Unterrichtsmaterial beschäftigt sich mit dem kirchlichen Leitbild des gerechten Friedens. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit der Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ (2007). Das dort verankerte Leitbild setzt verstärkt auf zivile Konfliktbearbeitung und gerechten Ausgleich. In Auseinandersetzung mit der Denkschrift beschäftigen sich die Schüler u.a. mit Friedensvorstellungen, Friedensgefährdungen, Visionen von Frieden und Gerechtigkeit sowie unterschiedlichen sicherheitspolitischen Konzepten.
Inhaltsübersicht
Einführung
Unterrichtspraktische Anregungen
Leuchtet der Bogen am Himmel?
Friedensgefährdungen in unserer Zeit
Die Vision von Frieden und Gerechtigkeit
Der Streit um die Sicherheit
Rolle der Bundeswehr und der nicht-militärischen zivilen Friedensdienste
Einordnung Themen: Kritik am Krieg Frieden Zivile Konfliktbearbeitung Schlagwort: Frieden/Friedenspolitik Gewalt/Gewaltfreiheit Gewissen Internationale Politik Konfliktbewältigung/ zivile Konfliktbearbeitung Konflikte/ Kriege Menschenrechte Sicherheitspolitik Verwendbarkeit: Unterrichts(doppel)stunde Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden)
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
1.1
Sachanalyse und Konzeption
Die Sachanalyse behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, d.h. sie berücksichtigt jeweils die individuelle, gesellschaftliche und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Bereiche auf und fördert so vernetztes Denken.
Ja; theologische, psychologische und politische Bezüge
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption (Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug, die wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt, Aufgaben beziehen sich auf die dargestellten Materialien …)
Ja; allerdings sind manche der Arbeitsanregungen etwas unklar und vage formuliert, und einige Texte sind nicht schülergerecht (zu lang, zu anspruchsvoll)
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
1.2
Werthaltung/Moral und (Friedens-) Ethik
Darstellung bezieht sich auf friedensfördernde Werte wie Gewaltlosigkeit und Menschenrechte
ja
Material fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata* und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion militärischer Einsätze
Möglichkeiten/Beispiele ziviler Konfliktbearbeitung
Handlungsoptionen (zivil und militärisch, mit ihren jeweiligen potenz. Auswirkungen)
* hier besonders: auf individueller, gesellschaftlicher, politischer Ebene, siehe Sachanalyse
Ja
Mögliche Interessen der Material-Verfasser werden deutlich gemacht (Transparenz).
ja
Stimmen die Inhalte des Materials mit den Zielsetzungen des Projekts überein?
ja
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
2.1
Didaktische Prinzipien
(beispielhaft nach den Bildungsstandards Gemeinschaftskunde für Gymnasien Baden-Württemberg: www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_Gk_bs.pdf , sowie Wolfgang Sander: https://studienseminar.rlp.de/fileadmin/user_upload/studienseminar.rlp.de/bb-nr/Praktika/Sander_Didaktische_Prinzipien.pdf
(enger Bezug zur politischen Aktualität und zu den jeweiligen Konflikten und Problemen, erkennbarer „Problemgehalt“ des Themas/der Fragestellung)
ja
(Anknüpfen an vorhandenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Interessen, Orientierungen der Schüler)
Zu Beginn Lernstandserhebung und Anknüpfen an Zukunftsbilder der Schüler; teilweise aber wenig schülergerechte Texte
(Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Interessen, Sichtweisen und wissenschaftlichen Standpunkten; Fragestellungen sind so ausgewählt und strukturiert, dass Gegensätzlichkeit und Konfliktpotenzial erkennbar werden → Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsenses*)
Leitgedanke der politischen Bildung, entwickelt 1976 auf einer Tagung der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. Kernprinzipien: 1. Überwältigungsverbot, 2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen, 3. Eigene Meinungsbildung wird gefördert.
Insb. bei den Themen Legitimation von militärischer Gewalt zur Durchsetzung von Recht, Entscheidung für/gegen den Wehrdienst
(anhand konkreter Einzelbeispiele können verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen werden)
Ja
(„Lernen durch Tun“ → Produktorientierung; Schüler bekommen in den Aufgaben methodisch vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang mit dem Thema; sie erkennen und nutzen Möglichkeiten der Teilhabe)
Einige handlungsorientierte Aufgaben
2.2
Lernziele/Kompetenzorientierung
(die genannten Kompetenzen beziehen sich beispielhaft auf den Bildungsplan für Baden-Württemberg, www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf
Die Lernziele des Materials werden genannt
Ja, u.a.:
- Erörtern der Problematik von Gewaltanwendung im Dienst der Menschenrechte
- Aufzeigen von Optionen und Kriterien christlichen Handelns am Beispiel eines sozialethischen Problemfelds
- Erläutern des kirchlichen Auftrags zur gesellschaftlichen Mitgestaltung
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne zum Thema
Ja, Lehrplan- und Kompetenzbezüge sind in der Einleitung aufgeführt
Die Materialien und Lernprozesse fördern
Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz* sowie
soziale/personale Kompetenz**
* hier besonders: Handlungsoptionen für zivile Konfliktbearbeitung erkennen
** hier besonders: Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenwechsel, Konfliktfähigkeit, Kooperation und selbstgesteuerte Lernprozesse
Ja
ja
ja
ja
ja
Das didaktische Vorgehen wird erklärt
Ja, ausführliche unterrichtspraktische Anregungen im Lehrerteil
2.3
Nachhaltige Lernprozesse/Vielfalt der Lernformen und -zugänge
Die Materialien machen Vorschläge für verschiedene Lernformen (z.B. Projektarbeit, Gruppenarbeit)
ja
Die Materialien sprechen unterschiedliche Lerntypen an (visuell, auditiv …)
Film- und Videoeinsatz
Die Materialien arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz (kognitives und emotionales Lernen)
Altersgemäß eher kognitives Lernen
Binnendifferenzierung: Die Materialien ermöglichen eigene Lernwege und bieten z.B. Vertiefungen an.
Eigene Lernwege werden ermöglicht
Bewertungskriterien
Aufbau, Vorbereitungsintensität und Layout
Material besteht aus Informationsteilen und gesonderten Arbeitsblättern
Ja, Einführung für Lehrer, Materialblätter für Schüler; die Arbeitsaufgaben stehen allerdings in den Lehrerseiten
Je nach Thema und Vorwissen der Lehrkraft ca. 30-45 min.
Texte werden durch Illustrationen, Schaubilder u.ä. ergänzt.
kaum
Layout ist klar und übersichtlich
Eher unübersichtlich gegliedert