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Der Erste Weltkrieg in der Literatur
Horizontale Reiter Inhalt In dem Heft der Reihe Geschichtsunterricht praktisch aus dem Wochenschau-Verlag geht es um deutsche zeitgenössische Literatur zum Ersten Weltkrieg. Es werden verschiedene Textarten, historische Phasen, literarische Stile und politische Positionen vorgestellt. Die Bandbreite der Autoren reicht von E. Jünger und E. M. Remarque über O. Kanehl bis A. Stramm. Das Material ist für den Deutsch- und/oder Geschichtsunterricht gedacht. Natürlich arbeitet dieses vor allem mit Texten, doch die methodische-mediale Gestaltung könnte besser sein.
Einordnung Klassenstufe: 8. Klasse 9. Klasse 10. Klasse 11. Klasse Verwendbarkeit: Unterrichtseinheit (ab 3 Stunden)
Eignung Inhaltlich-konzeptuelle Bewertung: Bewertungskriterien
Das Thema des Materials bezieht sich auf Fragen von Frieden, Krieg oder Gewalt auf allen Ebenen.
Es geht um deutsche zeitgenössische Literatur zum Ersten Weltkrieg.
Das Material behandelt einen Konflikt/ein Thema mehrdimensional, berücksichtigt die individuelle, soziale und politische Ebene, zeigt Interdependenzen verschiedener Ebenen auf.
Gerade literarische Texte verbinden besonders häufig subjektive und objektive Ebenen.
Das Material hat eine schlüssige thematische Konzeption, die Unterrichtsstunden bauen aufeinander auf/nehmen aufeinander Bezug.
Es werden erstens diverse Textarten (v.a. Gedichte und Romanszenen) und zweitens historische Phasen (vor, während und nach dem Krieg) sowie entsprechende Haltungen (Kriegssehnsucht, -begeisterung und -kritik) unterschieden. Daraus ergeben sich mehrere gleichermaßen sinnvolle Stundenfolgen.
Die fachlich wesentlichen Aspekte des Themas werden behandelt.
Daneben werden auch fast alle literarische Stile der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Neue Sachlichkeit, Expressionismus, Heimatkunst…) sowie fast alle politischen Positionen (Kommunismus, Sozialdemokratie, Konservatismus, Nationalsozialismus…) vorgestellt.
Friedenspädagogische Bewertung: Bewertungskriterien
Das Material bezieht sich vorrangig auf die Werte des Friedens, der Gewaltlosigkeit und der Achtung der Menschenwürde.
Aus dem Wissen über die Wirkung der beiden Weltkriege ergibt sich schon eine gewisse pädagogische Wertung der historischen Wertungen (pro Kriegskritik und contra Kriegspropaganda).
Es fördert die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata und stellt dabei in den Vordergrund:
Kritische Reflexion von Militär und Gewalt
Optionen ziviler und gewaltloser Konfliktbearbeitung.
Die Konflikte zwischen zwei Texten zweier Autoren (Jünger und Remarque), zwei Texten eines Autors (Kanehl) oder in einem Text eines Autors (Stramm) werden deutlich. Doch die Tendenz zur Kritik des Weltkriegs führt nicht zu einer grundlegenden Ablehnung oder sogar Ersetzung des Krieges als Mittel der Politik.
Die möglichen Interessen der Material-Verfasser werden deutlich gemacht (Transparenz).
Über den Verfasser Jürgen Kost wird angegeben, dass er an einer Schule, an einer Hochschule und in der Lehrerweiterbildung tätig ist (Deutsch und Gesellschaftswissenschaften).
Das Material bezieht sich auf die allgemein-didaktischen Prinzipien
Problemorientierung
Schülerorientierung
Handlungsorientierung
Beispielhaftigkeit.
Der Verfasser verweist in der Einleitung auf die allgemeinen Lernziele der Quellen- und Ideologiekritik sowie der Reflexion von Propaganda. Auch das junge Alter einiger Autoren und Figuren stellt einen Bezug zur Gegenwart der Schüler_innen her. Darüber hinaus geben die Autoren und Texte „der Geschichte ein Gesicht“ (Einleitung). Produktivere Lernmethoden fehlen jedoch neben der klassischen Analyse, Interpretation und Erörterung der Texte.
Es bezieht sich auf die fach-didaktischen Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses
Verbot der Indoktrination
Gebot der Kontroversität
Förderung von eigenen Interessen .
Auch die Einhaltung des Indoktrinationsverbots und des Kontroversitätsgebots ergeben sich aus der Pluralität der Autoren und Texte. Ein Bezug zum Alltag und Leben der Schüler_innen scheint jedoch nicht angestrebt.
Die Lernziele des Materials werden genannt und erklärt.
Es gibt einen Abschnitt zur didaktischen Überlegungen in der Einleitung des Hefts (s.o.).
Die Lernziele/Kompetenzen entsprechen den (Fach-)Lehrplänen zum Thema.
Das Heft bezieht sich auf übliche allgemeine Vorgaben.
Die Materialien fördern Lernziele ganzheitlich (kognitiv, affektiv und psychomotorisch) sowie
Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz
soziale/personale Kompetenz.
Es vermittelt generelles historisches, literarisches und literaturhistorisches Wissen zur Zeit des Ersten Weltkriegs, übt Textanalyse und -interpretation und erörtert Haltungen zum Krieg. Es strebt auch eine kritische Reflexion von Ideologie, Propaganda und „Standortgebundenheit“ an. Doch es erarbeitet keine verhaltensbezogenen Fähigkeiten (s.o.).
Methodisch-didaktische Bewertung: Bewertungskriterien
Lernformen und -phasen werden genannt und erklärt.
Die Phasierung ergibt sich aus der Strukturierung der Materialien (Arbeitsblätter und -aufgaben).
Die Materialien bieten verschiedene Lernformen an (z.B. Partnerarbeit, Gruppenarbeit; Präsentation, Diskussion; Perspektivwechsel, Dilemmaszenario…).
Über Aufträge zu Beschreibung, Erläuterung, Erörterung, Vergleich und Stellungnahme geht das Heft nicht hinaus, weitere Überlegungen zu Aktions- und Sozialformen bleiben den Lehrer_innen überlassen.
Die Materialien gliedern sich in verschiedene Lernphasen (z.B. Einstieg, Erarbeitung, Ergebnissicherung…).
Ein besonderer Einstieg wird nicht gegeben, eine Ergebnissicherung nur durch einen Vorschlag zur Leistungskontrolle (mit Erwartungshorizont).
Die Materialien ermöglichen verschiedene Lernwege und z.B. Vertiefungen.
Mögliche Vertiefungen werden nur in der Einleitung angedeutet, z.B. zum Vergleich zwischen Biografie und Text der Autoren oder zwischen Propagandastrategien in der deutschen und der nordamerikanischen Geschichte.
Es wird gesagt, für welche Lerngruppe das einsetzbar ist (Primarstufe, Sekundarstufe I/II; Jahrgang…).
Angaben zur Lerngruppe fehlen völlig, selbst die Anreden in den Aufgaben schwanken zwischen Duzen und Siezen. Ein Einsatz in der Mittelstufe des Gymnasiums liegt vom Thema her nahe, lässt sich aber nur von den Lehrer_innen erschließen bzw. einschätzen.
Es wird gesagt, für welche Lernzeit das geeignet ist (Unterrichts-Stunde, -Tag, -Woche…).
Auch hier ist wohl je ein Arbeitsblatt für je eine Stunde gedacht, gesagt wird das nicht.
Bewertungskriterien
Das Material besteht aus und unterscheidet zwischen Teilen für LehrerInnen und für SchülerInnen.
Ja
Die LehrerInnen-Teile unterscheiden zwischen Thematischem, Didaktischem und Methodischem.
Ja
Die SchülerInnen-Teile bieten unterschiedliche Lernzugänge:
Die Medien sind nicht nur Printmedien, sondern auch z.B. visuelle, auditive und/oder Onlinemedien.
Es sind fast nur Texte (Literatur!). Es wird nur ein Lied empfohlen.
Der Umfang der LehrerInnen-Teile entspricht dem der SchülerInnen-Teile.
Angaben zur Methodik incl. Phasierung fehlen fast völlig.
Die Medien sind einfach verfügbar.
Alle literarischen Texte sind enthalten, historische (Sach-) Texte werden als Hintergrund vorausgesetzt.
Die Printmedien sind nicht nur Texte, sondern auch z.B. Illustrationen, Grafiken und/oder Fotos.
Es gibt ganz wenige Illustrationen (eine Feldpostkarte, eine Karikatur, ein Plakat und ein Portrait).
Die Printmedien bieten bzw. unterscheiden zwischen Arbeitsinhalt und -aufgabe.
Ja
Die Gestaltung ist übersichtlich und benutzerfreundlich.
Das Material ist sehr klar gegliedert, doch selbst die wenigen Illustrationen sind schwarz/weiß.